Rattenfänger

Alle Montage wieder rufen die Rattenfänger zum rechten Aufmarsch. Und das ist ein echtes Problem. Als tolerante und echte Anwohnerin fühle ich mich mittlerweile belästigt durch den Mob, der Woche für Woche an meiner Tür vorbeizieht. Gewaltbereit und unberechenbar – inakzeptabel.

Ich habe einen Songtext gefunden, den ich für Berliner übersetzen, kürzen und umstellen muss, aber der Inhalt trifft die Sache:

„Bei einem ist es die Hautfarbe, beim andern sind’s die Haare

und langsam riech’ ich die Gefahr:

Gestern wird morgen und das macht mir Sorgen

dass es wieder wird wie’s schon war. (…)

Da höre ich schon unschöne Flötentöne,

die Rattenfänger spiel’n auf.

Dieselben Lieder wie vor achtzig Jahr’n,

und schon nimmt des Unheil sein’ Lauf.

Auch wenn man’s verdrängt, es ist leider wahr,

und langsam riech’ ich die Gefahr:

Gestern wird morgen und das macht mir Sorgen

dass es wieder wird wie’s schon mal war.“

(Quelle: Zillertaler Schürzenjäger)

 

Liebe Nachbarn, hört hin und schaut nicht weg. Vor unserer Tür läuft eine Gefahr gegen Toleranz und Freiheit. Meine Kerze brennt täglich.

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