Hass und verbale Gewalt

Mittlerweile gibt es die Aktion „Eine Kerze gegen Rechts“ nun schon fast zwei Jahre.

Anlass der Aktion waren anhaltende Demonstrationen gegen eine damals noch geplante Flüchtlingsunterkunft. Die Flüchtlingsunterkunft ist mittlerweile gebaut und bezogen und hier in der Gegend wurden weitere Unterkünfte eingerichtet. Gegen diese Unterkünfte werden immer wieder Anschläge verübt oder Gewalttaten gegen die Bewohner angedroht. Trauriger Alltag in einem Berliner Bezirk am Rande der Stadt.

Meine Kerze gegen Rechts brennt regelmäßig als stiller Protest gegen menschenverachtendes Verhalten in meiner unmittelbaren Umgebung.

Neben dem traurigen Alltag, an den ich mich nicht gewöhnen möchte, aber gegen den ich auch nicht immer lauthals angehen kann, ist es auch mittlerweile fast zur Gewohnheit geworden, dass man im Internet in den sogenannten sozialen Netzwerken beschimpft wird, wenn man sich für Freiheit, Demokratie und Menschenwürde einsetzt. Natürlich alle unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit.

Ich bin es leid und sehr müde, wenn es darum geht, Diskussionen zu führen, da Sachlichkeit in fremdenfeindlichen und menschenverachtenden Kreisen einfach nicht möglich ist. Meinungsfreiheit scheint nur noch für diejenigen zu gelten, die Hassparolen verbreiten und andersdenkende Menschen durch ihren Hass manipulieren und unterdrücken wollen.

Das geht so nicht weiter. Allerdings muss man nicht nur mit verbaler Gewalt sondern auch mit körperlicher Gewalt rechnen, wenn man sich öffentlich Hassparolen widersetzt. Natürlich könnte ich jetzt nach der Politik rufen, aber das wäre zu einfach.

In unserer Gesellschaft ist jeder einzelne dazu verpflichtet, sich nicht nur an unsere Gesetze zu halten, sondern es ist auch jeder dafür verantwortlich im Rahmen der gesellschaftlichen Regeln ein friedliches Miteinander anzustreben.

Manchmal frage ich mich, ob diese Menschen auch zuhause, bei der Arbeit oder auch mit der Familie so sprechen, wenn jemand nicht ihrer Meinung ist.

Ich bin gegen Gewalt jeglicher Form. Aus diesem Grund gefällt mir auch die Initiative „No Hate Speech“.

Geht doch einfach so miteinander um, wie ihr alle es auch von anderen erwartet.

TROTZDEM

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